Liebe Kinder,
heute basteln wir einen megacoolen Weihnachtsbaum, mit dem ihr sogar Oma und Opa hinterm PC vorlocken könnt.
Dafür braucht ihr:
Ungefähr 1200 grüne Rotfichten, die ihr zusammen mit euren Papas und kräftigen Motorsägen aus dem Sauerland holt. Das liegt in der Nähe von Finnentrop, Schnörkentrop, Schwartmecke und wie se alle heißen.
Könnt ihr eigentlich schon bis 1200 zählen?
Sonst macht ihr einfach 12 Stapel und legt auf jeden…na, wieviele Bäume drauf?
Jo, kommt ungefähr hin, kommt sowieso nicht so genau.
Im Sauerland gibt es nach einem der letzten Kyrills* übrigens ganz viel Platz für ganz viele Stapel.
Als nächstes schaufelt ihr von allen Spielplätzen eurer Stadt 28 Tonnen Sand in eure Eimerchen. Schüppchen nicht vergessen! Und weil das etwas länger dauert, kauft ihr euch unterwegs an der Bude ein paar Lakritzschnecken, saure Stangen und Cola-Fläschchen. Oder gleich ne gemischte Tüte für 50 Cent. Ihr habt keine Buden? Dann seid ihr nicht aus dem Pott, stimmt’s? Hm, das ist ja schade. Vergesst den Tipp!
Jetzt brauchen wir ein paar Stahlträger, für die ihr leider viele zehntausend Euro blechen müsst. Ja Kinners, Stahl wächst nicht auf Bäumen, selbst in Dortmund nicht!
Hilft also nix, das Sparschwein muss geschlachtet werden. Aber wenn ihr euch alle zusammentut, haut das hin.
Und nee, die Stahlträger sind keine Kerle. Ihr kennt doch die Typen, die Verantwortung und son Zeugs tragen oder? So ähnlich ist das hier, nur eben aus ganz anderem Material.
Und dann kuckt mal, dass ihr von irgendwoher noch 40 Tonnen Stahlstangen organisiert kricht, weil wir die nachher so zusammenstecken müssen, dass es am Ende wie ein Baum aussieht.
Wenn ihr in den Biostunden ein bisschen aufgepasst habt wisst ihr ja, wo welche Knochen hinkommen und wofür die gut sind. Das kann euch jetzt helfen.
Die Bastelvorlage zum größten Weihnachtsbaum der Welt könnt ihr euch aber auch ganz einfach runterladen. Oder ihr ruft kurz in Dortmund an, ob ihr deren Vorlage abgucken dürft.
Na, habt ihr jetzt alles zusammen? Prima. War gar nicht so schwer oder? Und hat Spaß gemacht ne. So solls sein in der Vorweihnachtszeit.
Jetzt sucht ihr euch draußen ein schönes Plätzchen und kippt als Erstes den Sand aus den Eimerchen – dafür geht am besten schnell nochmal nach Hause und holt Mamas Teigwalze.
Damit rollt ihr den Sand ganz platt aus und stellt die tonnenschweren Stahlträger drauf. Helft euch gegenseitig, spielt nicht den Helden!!
Als nächstes kommt wie man so schön sagt, “Fleisch an die Knochen“ (uralte Redewendung von euren Urommas). Das heißt, ihr klemmt so viele Bäume wie möglich an die Stahlstangen.
Aber ganz wichtig: Ihr müsst die Bäume vorher noch kurz anspitzen, damit die Klemmen auch wirklich passen.
Und dann ist er so gut wie fertig, euer Weihnachtsbaum. Toll!
Seid stolz auf euch, trinkt jetzt erstmal einen warmen Kakao und esst mit euren Freunden alle Lebkuchen auf, also falls ihr von gestern nicht noch Bauchschmerzen habt.
So, aber was fehlt uns denn nun noch, hm? Überlegt mal.
Genau, die Kugeln, die zigtausend Lämpchen und der Engel auf der Spitze. Der ist übrigens so hoch wie der Gigantosaurus war und wiegt so viel wie 40.000 Schokofußbälle. Die könnt ihr euch zum Vergleich bei ebay kaufen, natürlich je nachdem, wie viel jetzt noch im Sparschwein übrig ist.
Zum Schluss knipst ihr den Lichtschalter an, stellt alles auf Facebook (da gucken allerdings nur Omas und Opas rein!), Instagram, Tiktok, Twitter etc. und lasst euch so von aller Welt bewundern. Besonders allerdings vom Weihnachtsmann. Der Baum für pimaldaumen 280.000 Euro soll natürlich vor allem ne Steilvorlage für seine diesjährigen Geschenke zu Weihnachten sein. Is klar!
Schön für die Stimmung wären auch selbst gebastelte Weihnachtsclips in eurem frisch eingestelltem Feed.
Ihr kennt keine Weihnachtslieder oder jedenfalls nicht so genau? Dann fragt einfach Oma und Opa, die müssten mittlerweile wieder vorm PC sitzen.
Achso, ganz wichtig, das müsst ihr unbedingt beachten:
Ihr dürft den Baum nicht höher als 45 Meter bauen.
Ich weiß, wenn man mal angefangen hat, dann kann man nicht mehr aufhören, aber wirklich, bei 45 Metern plus Engel muss Schluss sein. Denkt an euer armes Sparschwein – Tierschutz!
War richtig gemütlich unsere Bastelstunde oder? Bis bald!
Dann backen wir das größte Spekulatius der Welt. Aus 1 Tonne* Mehl und anderen köstlichen Zutaten.
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* Kyrill: So hieß vor ewigen Zeiten ein meega Sturm mit Knicköhrchen (da wart ihr wenn überhaupt erst geplant)
* Tonne: auch als gemeines Schimpfwort bekannt; wird in der Schule oft zusammen mit einem persönlichen Fürwort verwendet.
Deswegen ist dieses Wort verboten, aber ihr könnt die eine Tonne einfach in Kilo umrechnen. Und so auch in der Schule laut sagen, ohne dass ihr deswegen nachsitzen müsst.



